Fellwechsel bei Hunden
Wann er stattfindet, wie lange er dauert und was deinem Hund wirklich hilft.
Jetzt lesen ↓Zweimal im Jahr steht er an: der Fellwechsel bei Hunden. Dein Hund verliert sein altes Fell und ersetzt es durch neues – ein völlig natürlicher Prozess. Doch für viele Hundebesitzer bedeutet das: Haare auf dem Sofa, im Auto, auf der Kleidung und scheinbar überall sonst.
In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du über den Fellwechsel wissen musst – und wie du deinem Hund (und deinem Staubsauger) diese Zeit deutlich leichter machst.
Wann ist Fellwechsel bei Hunden?
Der Fellwechsel wird durch die Tageslichtlänge gesteuert. Wenn die Tage länger oder kürzer werden, signalisiert das dem Körper deines Hundes, das Fell auszutauschen:
Das dichte Winterfell wird abgestoßen. Die Unterwolle löst sich in großen Mengen – das ist die intensivste Phase des Jahres. Manche Hunde verlieren dabei ganze „Fellbüschel".
Das leichte Sommerfell weicht einem dichten, isolierenden Winterfell. Diese Phase ist weniger intensiv, aber bei Rassen mit starker Unterwolle trotzdem spürbar.
Wie lange dauert der Fellwechsel?
Bei den meisten Hunden dauert der Fellwechsel 4–7 Wochen. Bei Rassen mit besonders dichter Unterwolle (Husky, Samojede, Akita) kann er bis zu 10 Wochen andauern. Hunde, die überwiegend drinnen leben, können ähnlich wie Wohnungskatzen das ganze Jahr über leicht haaren.
Woran erkennst du den Fellwechsel?
Diese Anzeichen sprechen für einen normalen Fellwechsel bei deinem Hund:
- Deutlich mehr lose Haare – beim Streicheln, auf Möbeln, im Auto und auf Kleidung
- Büschelweiser Haarausfall – besonders an Flanken, Brust und Hinterbeinen
- Leicht verändertes Fell – das Fell kann vorübergehend dünner oder struppiger wirken
- Vermehrtes Kratzen – die nachwachsenden Haare können leicht jucken
5 Tipps: So hilfst du deinem Hund durch den Fellwechsel
Täglich bürsten – die wichtigste Maßnahme
Während des Fellwechsels ist tägliches Bürsten Pflicht – bei allen Rassen. 10–15 Minuten reichen aus, um die lose Unterwolle zu entfernen. Das verhindert Verfilzungen, reduziert Haare im Haus und fördert die Durchblutung der Haut. Eine Hundebürste mit abgerundeten Borsten ist dabei sanft zur Haut und wird von den meisten Hunden gut akzeptiert.
Ernährung gezielt anpassen
Ein gesundes Fell braucht die richtigen Nährstoffe. Während des Fellwechsels profitiert dein Hund besonders von:
- Omega-3-Fettsäuren (Lachsöl, Fischöl) – fördert glänzendes Fell und gesunde Haut
- Biotin & Zink – unterstützt gesundes Fellwachstum
- Hochwertiges Protein – Fell besteht zu 95% aus Keratin, einem Protein
Baden – aber richtig
Ein Bad während des Fellwechsels kann helfen, lose Unterwolle zu lösen. Aber: Maximal alle 4–8 Wochen und nur mit speziellem Hundeshampoo. Zu häufiges Baden trocknet die Haut aus und verschlimmert das Haaren. Nach dem Bad gründlich bürsten – das entfernt große Mengen loser Unterwolle auf einmal.
Die richtige Bürste wählen
Nicht jede Bürste eignet sich für den Fellwechsel. Wichtig ist, dass die Bürste tief in die Unterwolle greift, ohne die Haut zu verletzen. Metallklingen-Bürsten (FURminator-Typ) können bei falschem Einsatz das Deckhaar beschädigen. Besser: eine Bürste mit abgerundeten Winkelborsten, die sanft zur Haut ist und sich per Knopfdruck reinigt.
Staubsauger-Routine anpassen
Während des Fellwechsels lohnt sich tägliches Saugen – besonders in den Bereichen, wo dein Hund sich gerne aufhält. Ein Fusselroller für Kleidung und Autositze ist ebenfalls Gold wert. Tipp: Decken auf Lieblingsplätzen auslegen, die regelmäßig gewaschen werden können.
Fellwechsel nach Rasse: Wer haart wie stark?
Die Intensität des Fellwechsels hängt vor allem von der Dichte der Unterwolle ab:
| Rasse | Felltyp | Haaren | Bürsten |
|---|---|---|---|
| Husky / Samojede | Doppelfell, extrem dichte Unterwolle | Sehr stark | Täglich (2x) |
| Golden Retriever | Langhaar, dichte Unterwolle | Stark | Täglich |
| Deutscher Schäferhund | Stockhaar, dichte Unterwolle | Stark | Täglich |
| Labrador | Kurzhaar, dichte Unterwolle | Stark | Täglich |
| Australian Shepherd | Halblanghaar, viel Unterwolle | Stark | Täglich |
| Berner Sennenhund | Langhaar, dichte Unterwolle | Stark | Täglich |
| Beagle / Boxer | Kurzhaar, moderate Unterwolle | Mittel | 3–4x / Woche |
| Pudel / Malteser | Haar statt Fell, keine Unterwolle | Sehr gering | Regelmäßig scheren |
Egal welche Rasse: Während des Fellwechsels lohnt sich tägliches Bürsten bei allen Hunden. Mehr Tipps speziell für deinen Hund findest du auf unserer Hundebürste-Seite.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum
Fellwechsel bei Hunden
Die richtige Bürste für den Fellwechsel
Die NobelFell Pearl wurde speziell für die Unterwolle entwickelt. 135°-Winkelborsten greifen tief ins Fell – sanft zur Haut, ein Klick zum Reinigen.