Katze & Hund
richtig bürsten
Fellpflege-Tipps, Fellwechsel-Hilfe und Schritt-für-Schritt-Anleitungen – von Tierbesitzern für Tierbesitzer.
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Warum regelmäßige
Fellpflege so wichtig ist
Fellpflege ist weit mehr als Kosmetik. Beim Bürsten entfernst du abgestorbene Haare und Hautschuppen, verteilst die natürlichen Hautöle gleichmäßig über das Fell und förderst die Durchblutung der Haut. Gleichzeitig erkennst du frühzeitig Hautveränderungen, Parasiten oder Knoten – bevor sie zum Problem werden. Für viele Katzen und Hunde ist die Bürstroutine außerdem ein wichtiger Bonding-Moment mit ihrem Menschen – und reduziert Stress bei beiden Seiten. Entscheidend ist die Wahl der richtigen Fellbürste.
Saisonale Fellpflege
Der Fellwechsel –
was wirklich passiert
Im Frühling und Herbst durchlaufen Katzen und Hunde einen natürlichen Fellwechsel. Die Unterwolle wird ausgetauscht – das dichte Winterfell weicht einem leichteren Sommerfell und umgekehrt.
Wohnungskatzen haaren häufig ganzjährig leicht, da konstante Raumtemperaturen den natürlichen Rhythmus verschieben.
Praktische Tipps
So meisterst du den
Fellwechsel stressfrei
Täglich bürsten
Während des Fellwechsels empfehlen Tierärzte tägliches Bürsten – auch bei Kurzhaar-Tieren. Das verhindert, dass sich lose Haare verfilzen, und reduziert die Haarmenge auf Möbeln und Kleidung spürbar. 5–10 Minuten pro Tag reichen völlig aus. Eine selbstreinigende Fellbürste spart dabei zusätzlich Zeit.
Ernährung anpassen
Ein glänzendes Fell beginnt von innen. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (z.B. aus Lachsöl) unterstützen den Fellwechsel und sorgen für geschmeidiges Fell. Sprich mit deinem Tierarzt über eine ergänzende Fettsäure-Kur während der Wechselzeit.
Auf Hautveränderungen achten
Nutze das Bürsten, um die Haut deines Tieres zu kontrollieren. Rötungen, Schuppen, kahle Stellen oder auffälliger Juckreiz können auf Allergien, Parasiten oder Hauterkrankungen hindeuten. Bei Auffälligkeiten: ab zum Tierarzt.
Haarballen bei Katzen vorbeugen
Katzen verschlucken beim Putzen viel loses Fell – vor allem während des Fellwechsels. Das kann zu unangenehmen Haarballen führen. Regelmäßiges Bürsten entfernt das lose Fell, bevor deine Katze es aufnimmt. Zusätzlich hilft Katzengras bei der natürlichen Verdauung.
Geduld mit ängstlichen Tieren
Nicht jedes Tier mag es, gebürstet zu werden. Starte mit kurzen Einheiten von 1–2 Minuten, belohne danach mit Leckerli und steigere langsam. Vermeide Zwang – dein Tier soll Fellpflege mit etwas Positivem verbinden. Bei jungen Tieren lohnt sich das frühe Gewöhnen besonders.
Langhaar vs. Kurzhaar –
der richtige Ansatz
Langhaar (Maine Coon, Perser, Golden Retriever, Collie): Tägliches Bürsten ist Pflicht. Arbeite dich in Schichten vor – erst das Deckhaar, dann vorsichtig die Unterwolle. Bei Verfilzungen: Niemals reißen. Halte das Fell oberhalb der Stelle fest und löse den Knoten mit den Fingern. Mehr dazu auf unserer Katzenbürste- und Hundebürste-Seite.
Kurzhaar (BKH, Bengal, Labrador, Beagle): 2–3x pro Woche reicht normalerweise. Kurzhaar-Tiere haben oft dichtere Unterwolle als man denkt. Bürste mit sanftem Druck in Wuchsrichtung – vom Kopf zum Schwanz.
So bürstest du
dein Tier richtig
1. Zeitpunkt wählen: Bürste wenn dein Tier entspannt ist – nach dem Fressen oder einer Spielrunde.
2. Sanft beginnen: Starte an unkritischen Stellen (Rücken, Flanken) und arbeite dich zu empfindlicheren Bereichen (Bauch, Hinterbeine) vor.
3. In Wuchsrichtung: Bürste immer vom Kopf Richtung Schwanz. Gegen den Strich nur bei dichter Unterwolle und mit sehr sanftem Druck.
4. Belohnen: Beende jede Sitzung mit einem Leckerli oder Streicheleinheiten.
Wie oft bürsten?
Wie oft sollte ich
mein Tier bürsten?
Wie oft du deine Katze oder deinen Hund bürsten solltest, hängt vom Felltyp und der Jahreszeit ab. Während des Fellwechsels im Frühling und Herbst solltest du bei allen Tieren häufiger bürsten.
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Warnsignale – wann
zum Tierarzt?
Starker Haarausfall außerhalb des Fellwechsels
Wenn dein Tier außerhalb der Wechselzeiten (Frühling/Herbst) auffällig viel Fell verliert, kann das auf Stress, Futtermittelallergien, Schilddrüsenprobleme oder Parasitenbefall hindeuten.
Kahle Stellen oder Rötungen
Kreisrunder Haarausfall kann auf Pilzbefall hindeuten. Gerötete, schuppige oder verkrustete Hautstellen sind ebenfalls ein Grund, zeitnah zum Tierarzt zu gehen.
Dauerhaftes Kratzen oder Lecken
Übermäßiges Kratzen, Beißen oder Lecken an bestimmten Stellen deutet häufig auf Flöhe, Milben oder allergische Reaktionen hin. Frühes Handeln verhindert schlimmere Hautschäden.
Stumpfes, glanzloses Fell
Gesundes Fell glänzt. Wirkt das Fell deines Tieres dauerhaft stumpf und strähnig, kann das auf Nährstoffmangel, Verdauungsprobleme oder eine Grunderkrankung hindeuten. Eine Blutuntersuchung beim Tierarzt gibt schnell Aufschluss.
Häufige Fragen
Häufige Fragen
zur Fellpflege
Zupfbürsten (Furminator-Typ) schneiden durch die Unterwolle – effektiv, aber bei falschem Einsatz können sie das Deckhaar beschädigen. Nur in Wuchsrichtung verwenden.
Noppen-/Massagebürsten mit Gumminoppen eignen sich für Kurzhaar-Tiere und empfindliche Haut. Sie entfernen loses Fell sanft und fördern die Durchblutung.
Tipp: Achte bei allen Bürsten auf abgerundete Borstenspitzen, um die Haut nicht zu verletzen. Die NobelFell Pearl vereint sanfte Massage-Borsten mit effektiver Unterfell-Entfernung.
Hunde: Maximal alle 4–8 Wochen, nur mit speziellem Hundeshampoo (niemals Menschenshampoo – falscher pH-Wert). Manche Rassen wie Labradore haben ein selbstreinigendes Fell und brauchen noch seltener ein Bad. Überhäufiges Baden trocknet die Haut aus und kann Juckreiz verursachen.
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